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FLPS - 25.02.2022

Kongress 2022 des Fischerverbandes

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Kongress 2022  des Fischerverbandes

Der jährliche Kongress der Luxemburger Sportfischerbandes fand am 20. Januar in der Larei von Vianden statt. Gastgeber waren die Gemeinde Vianden und der Verein „  Veiner Spatzminn “, der sein goldenes Jubiläum feiert. Vereinspräsident G. Miccucci und Bürgermeister Claude Tonino eröffneten den Kongress. Sie zeigten auf, wie eng Vianden mit dem Fischereiwesen verbunden ist und wie der Anglerverein das gesellschaftliche Leben der Stadt mitbestimmt.  Der Wasserschutz ist eine wichtige Komponente in den Bemühungen einer Ortschaft, die auf Qualitätstourismus setzt.

Ein aufmerksamer Zuhörer war Ackerbauminister Claude Haagen: Er war der einzige Regierungsvertreter und seine Präsenz wurde von der Versammlung mit viel Applaus begrüßt.

Für den Zentralvorstand legten Präsident Jos Scheuer, Carlo Hardt und Claude Strotz  den Vertretern von 36 Vereinen und von 5 Sektionen die Jahresberichte 2021 vor. Das Jahr  war geprägt durch die Pandemie bedingten Ausfälle bei Kollektivangeln, so dass nur 5 Wettbewerbe für die Vereinsmeisterschaft angerechnet werden konnten. Dagegen wickelten aber die meisten Vereine und Sektionen ihre internen Aktivitäten wie gewohnt ab, so dass auf Vereinsebene  kein nachhaltiger Bruch mit den Traditionen  entstanden ist. 2021 nahm nur die „Section de compétition“ an der Weltmeisterschaft im Stippangeln teil. Das Jahr 2022 wurde vom Präsidenten als Jahr der Rückkehr zur Normalität angekündigt.

Die Redner befassten sich ausführlich mit dem Verhältnis der Sportangler zum Staat und besonders zu den staatlichen Instanzen, welche die „Oberhoheit“ über die Fischerei haben.  Ohne die Zuwendungen vom Sportministerium und vom Olympischen Komitee, müsse die Sportfischerföderation ihren Betrieb einstellen. Jos Scheuer stellte eine Gretchenfrage: Welches Ziel verfolgt ein völlig neues Gesetz, das von der  Umweltministerin als „modern“ angekündigt wurde. Eine Ergänzung der bestehenden, nicht kohärenten Reglementierung reiche aus. Er bemängelte, dass der Staat beim Bau der Radpisten an der Mosel entlang, die (bescheidenen !)  Interessen der Angler absolut nicht berücksichtigt habe. Dabei würden jedes Jahr etwa 10 000 Angelscheine für die Ausübung einer  wertvollen Freizeitaktivität  ausgestellt und es fließe viel Geld in die Fischereifonds. Er wies darauf hin, dass immer mehr Wasserläufe aus der Verpachtung herausgenommen werden, und dass es nicht vorgesehen ist, diese wieder in die „Amodiation“ zurückzuführen. Carlo Hardt stellte die Auswirkungen der Flutkatastrophe auf die Wasserfauna- und Flora dar und bedauerte, dass ein Stützbesatz abgelehnt wurde. Er schlug konkrete Besatzmaßnahmen im Rahmen des vorliegenden Hegeplanes vor.
Claude Strotz trug die lange Liste der schweren Wasserverschmutzungen im Jahre 2021 vor. Er warnte davor, die Pollutionen als „faits divers“ abzutun und schnell  zur Tagesordnung überzugehen, ohne Konsequenzen zu ziehen.  Über präventive Kontrollen vor Ort ließen sich manche „Unfälle“ vermeiden. Der Verband schlägt außerdem vor, den Schutzstreifen zu erweitern, an dem keine Gülle und keine Düngung an den Ufern der Gewässer ausgebracht werden. Der Präsident würdigte das Engagement von Claude Strotz und unterstrich die Verpflichtung des Fischerverbandes, die bedrohten Luxemburger Bäche und Flüsse zu schützen. „ Die FLPS ist die einzige Lobby, welche die Fischwelt in Luxemburg besitzt.“

Minister Haagen ging ganz sachlich auf die  Zusammenhänge zwischen Agrarwirtschaft und Wasserschutz ein. Er bot eine vorurteilsfreie, offene Zusammenarbeit an, um die Wirtschaftlichkeit der Bauernbetriebe und den Schutz der Wasserbiotope in Einklang zu bringen.

Der Kongress verabschiedete einstimmig eine Reform des Zentralvorstandes der FLPS. Diese sieht vor, dass ein engeres, vom Kongress gewähltes Gremium die laufenden Geschäfte regelt. In einem erweiterten Zentralvorstand werden Vertreter der Vereinsententen und der Sektionen die Leitlinien für den Fischerverband festlegen. Die Jugendkommission bekommt das Statut einer Sektion. Alle Berichte und Anträge wurden ohne Gegenstimme angenommen.

Während 60 Jahren war Lucien Thill im Rahmen der FLPS und seines Vereins, dem „Sportfëscherveräin Kierchbierg“, in vielen Funktionen aktiv.  Der Präsident bedankte sich bei ihm für die Treue und das Engagement.

Selbstverständlich schloss der Kongress mit einem ausgezeichneten „Pinot gris“, den die Gemeinde Vianden spendete.

(Der Zentralvorstand der FLPS)

Fotos Maryse Diederich




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